Bei der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) teilt sich ein fester Kreis von Abnehmern Kosten, Arbeit und Ernte einer Landwirtschaft. Die Solidargemeinschaft finanziert eine Landwirtschaft über einen festgelegten Zeitraum (meist ein Jahr) und trägt so zum Erhalt oder zur erneuten Etablierung kleinbäuerlicher Strukturen in der Region bei. Im Gegenzug Erhält die Solidargemeinschaft die Ernte.

Die Lebensmittel verlieren ihren Preis und erhalten so ihren Wert zurück. (Wolfgang Stränz, Buschberghof)

Eine Solche Kooperation birgt zahlreiche Vorteile für die ErzeugerInnen, die VerbraucherInnen und die gesamte Region. Die ErzeugerInnen erhalten mehr Planungssicherheit, tragen weniger Risiko (Ernteausfälle werden von der Solidargemeinschaft mitgetragen), erhalten ein gesichertes Einkommen und können mit dem gewonnen Freiraum mehr Arbeit in Bodenfruchtbarkeit, alternative Anbaumethoden oder artgerechte Tierhaltung investieren. Die VerbraucherInnen erhalten wertvolle Nahrungsmittel, Gewinnen den Einfluss über die Produktion wieder und bekommen die Möglichkeit Erfahrungen in der Landwirtschaft zu sammeln. Die Region profitiert von einer vielfältigen Landwirtschaft die zur regionalen Ökonomie beiträgt, aktiv Landschaft gestaltet und schützt und als Katalysator für andere Projekte im Namen des Klima- und Artenschutzes wirkt.

Weiteres zum Konzept: Solidarische-Landwirtschaft.org und Wikipedia


In der Region Regensburg existieren inzwischen zwei Solidarische Landwirtschaften, die sich leicht in ihrem Konzept voneinander unterscheiden. Die beiden SoLaWis kooperieren miteinander und machen sich in Stadt und Land stark für eine nachhaltige, kleinbäuerliche Landwirtschaft.

Die  SoLaWi Tiefbrunn existiert bereits seit 2014 in Mintraching südwestlich von Regensburg und beliefert im Sommer wöchentlich und im Winter alle zwei Wochen ihre VerbraucherInnen mit regionalen, saisonalen und biologischen Gemüse. Der Hof wird von Irene Neumeier und Albert Schmalzbauer bewirtschaftet und umfasst neben der Solidarischen Landwirtschaft noch eine Direktvermarktung ab Hof sowie eine kleine Tierhaltung.

Nähere Infos findet ihr unter: Tiefbrunner-Hofladen.de.

 

 

 

 

Die SoLaWiR Kareth existiert hingegen erst seit 2019 und produziert auf 5000 Quadratmetern nur 3 Kilometer vom Stadtzentrum regionales und saisonales Gemüse. Die Gemeinschaft ist als eingetragener Verein organisiert und der Gemüsebau wird von zwei Gärtnern sowie den Mitgliedern an zwei Tagen in der Woche geleistet. Die VerbraucherInnen sind in Stadtteilgruppen organisiert, die jeden Freitag das Gemüse auf dem Feld ernten und untereinander verteilen.

Nähere Infos findet ihr unter: solawir.de