Monthly Archives: März 2014

From Transition Regensburg Wiki

TVA Bericht: Ein Garten für Alle in Stadtamhof[edit]

„Die Gartengruppe der Bürgerbewegung “Transition Regensburg” legt einen weiteren Gemeinschaftsgarten an. Nach den beiden Gärten Am Roten Herzfleck und in der Gesandtenstraße folgt jetzt Nummer drei: In Stadtamhof, auf einem Grundstück der Stadt Regensburg, entsteht gerade die grüne Oase für jedermann. „

http://www.tvaktuell.com/mediathek/video/ein-garten-fuer-alle-in-stadtamhof/

Charles Eisenstein zu Besuch bei Transition Town Bielefeld[edit]

Charles Eisenstein with Transition in Bielefeld 26./27. April 2014

Am 25. April wird Charles Eisenstein übrigens in Berlin (organisiert vom “Supermarkt” dort) sprechen; ebenso wie auf der Fairventure vom 2.-5. Mai

Im Transition-Kontext wird der international bekannte Autor & Redner Charles Eisenstein (Mitbegründer der Occupy Bewegung) an der Uni Bielefeld im Hörsaal H4 am Samstag 26.4. zur Familien- und An/Abreise-freundlichen Zeit von 15.30h einen Vortrag (auf Englisch) “Money, Gift, and Society in an Age of Transition”

Politiker antworten auf die Fragen von Transition Regensburg – Zusammenfassung[edit]

Hallo Regensburg!

Wir haben Regensburgs OB-KandidatInnen und StadträtInnen mit konkreten Fragestellungen angeschrieben. Ludwig Artinger (FW), Christian Schlegl (CSU), Margit Kunc (B.90/Die Grünen), Bendedikt Suttner (ÖDP), Margit Wild (SPD), Christian Janele (CSB), Joachim Graf (ÖDP) und Ilse Arnauld des Lions (Frühlingspartei) haben dazu Stellung bezogen. Wir haben einen zusammenfassenden Bericht erstellt – weiter unten findet ihr alle Fragen und Antworten im Original.

(Die Fragen wurden zuvor auf dem grünen Zettel: Politik gemeinsam erarbeitet)

Zusammenfassender Trend der Antworten:

Die Frage, ob die Regensburger Energieversorgung mehr in Bürgerhand gebracht werden soll, wurde überwiegend bejaht. Auch das Energiekonzept der BüfA (Regensburger Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg) passt bei allen Parteien ins Programm und wird unterstützt. Auch dem Verkehrskonzept des Regensburger ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) wird von allen Rückenwind gegeben. Die Idee eines STADTPASSES findet Anklang. Wasserprivatisierung wird konsequent von allen Politikern, die uns geantwortet haben, abgelehnt Für eine kommunale Mitfinanzierung eines Bürgerwindrads (bei genügend Windeffizienz) würden sich alle Politiker einsetzen. Das KOMPLEX Kulturhaus Projekt, fand Zustimmung, es wurde aber auch vorgeschlagen, solche Kultureinrichtungen eher/bzw. auch außerhalb der Altstadt einzurichten. Von den Politikern werden wir Regensburger als weltoffen, tolerant, sozial beschrieben – und nach Christian Schlegl (CSU) ist unsere Buntheit quasi ein Regensburger Lebensgefühl.

Die Grünen haben „Urban Gardening“ sogar in ihr Kommunalwahlprogramm übernommen und der Vorschlag, dass Regensburg eine „Essbare Stadt“ werden könnte, findet offene Ohren. In „Essbaren Städte“ wie Andernach oder Kassel, werden vom Gartenamt Nutzpflanzen gesetzt und gemeinsam mit den Bürgern gepflegt. Hierzu müsste man aber auch mehr Kapazitäten fürs Gartenamt ermöglichen.

Einem Beschluss zur Aufwertung der vorhandenen Grünflächen würden allen zustimmen – Christian Schlegl würde dafür „aber auch die gleiche Unterstützung „für die dringend notwendige Nachverdichtung der Bebauung“ erwarten.

Beim als sehr wichtig eingestuften Thema der Energiewende, erinnern Suttner und Spiegel (ÖDP): „Der Planet fragt nicht nach dem WER, sondern nur nach dem WIE und vor allem nach dem WANN. Wann schaffen wir es endlich, entschlossen umzusteuern um die 4° Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu verhindern?“

Und Graf (ÖDP) ergänzt: „Zum ersten mal in ihrer Geschichte ist die Menschheit in der Lage, ihre eigenen Lebensgrundlagen total zu zerstören.“

Den Begriff „Kulturwende“ hätten wir vielleicht im Transition Kontext erklären sollen. Das steht für den gesellschaftlichen Wandel – vom Bewusstsein bis zur Lebenskultur – hin zu mehr Nachhaltigkkeit. Weg von der Wachstums,- und Wegwerfgesellschaft – eine gesellschaftliche kulturelle Wende.

Über unsere Transition Bürgerbewegung schreiben Suttner und Spiegel: „Die Transition-Bewegung setzt die konstruktive Bürgerprotestbewegung fort um ein nachhaltiges Regensburg zu kreieren.“ Schlegl schreibt: „Transition-Regensburg für wichtig, um die Gesellschaft von unten zu stärken und neue Wege zu gehen. Umwelt und Gesellschaft brauchen einen kreativen inneren Motor, um sich nachhaltig zu entwickeln, nicht nur Gesetze.“

Wir bedanken uns bei allen, die sich so kurz vor der Wahl Zeit genommen haben, unsere Fragen so ausführlich zu beantworten! Transition Regensburg ist politisch neutral.

Hier sind alle Antworten zu finden – dabei ist die Reihenfolge nach dem Datum der Beantwortung sortiert.

Wie stellen Sie sich die Stadt in 10 Jahren vor?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Jedes Viertel hat viel kulturelles anzubieten, in jedem Viertel gibt es Räume, die für Künstler gratis zur Verfügung gestellt werden, damit sie trainieren, proben, malen… können. Das Gleiche für Sport. Viele Bäumen wurden gepflanzt, die von den Menschen in den Vierteln rund um gepflegt werden, die grünen Flächen werden von den Bewohnern rund um auch als „Garten“ benutzt, mit dem System (wie in Nürnberg) von Baum und grüne Flächen-Patenschaften. Alle Häuser und Gebäude, die neu gebaut werden, müssen mit den Regeln der „Plus-Häuser“ gebaut werden. Die alten wurden alle auf dem Passiv-stand gebracht, was auch ein Muss, für alle Sozialen Wohnungen ist. Jedes Viertel hat einen Gremium, das einen direkten Draht zur Stadtverwaltung hat und sich um die Gestaltung mit den Bewohner des Viertels kümmert. Es gibt kein großes Zentrum mehr, sondern viele Zentren und jedes Viertel hat seine Besonderheit, so dass die Touristen überall hin gehen wollen.

Eine Straßenbahn fährt überall hin und kleine Elektrobusse fahren in die Vierteln rein mit einem 10-Minuten Rhythmus und durch die Nacht mit einem Halbstunden Rhythmus. Fahrkarten sind einzeln teuer, aber als Jahresabo so billig zu haben, dass es sich nicht mehr lohnt das Auto zu nehmen. Für die Strecken, die über die Donau fahren sollen, sind Amphibienbüsse gekauft werden, eine große Attraktion für die Touristen und ganz praktisch für die Stadt, da dadurch zwei neue Überquerstellen geschaffen worden sind (Ost und West), aber OHNE Brücke, einfach, eine sehr naturschonende kleine Rampe zum Wasser hin. Die Busse fahren einfach weiter, durch das Wasser und wieder auf die Straße.

Es sind überall in der Altstadt die alten Bäche wieder belebt worden (Vitus z.B.), die wie kleine Kanäle an den Gassen entlang laufen und im Sommer die Stadt erträglich kühl machen. Auf jedem Platz ist einen Brunnen mit Trinkwasser. Bänke und Bäume wurden auch überall in der Altstadt gebracht, vertikale Gärten bedecken die „Schanden des Nachkriegs“, wie Kaufhof am Neupfarrplatz oder Pustet. Auf den Pflastern der Gassen, sind links und rechts zwei Streifen gebracht worden für Rollstühle und Fahrräder, damit sie nicht mehr Rückenschmerzen beim Fahren durch die Altstadt haben. Die Altstadt ist Blindengerecht ausgerüstet. Bei bedarf kann jeder mit den Hände klatschen und kleine Geräte, die diskret an den Verkehrspfosten gebracht sind sagen denen, wo sie sind und können die Verbindung mit dem Touristeninfobüro herstellen für Fragen, Hilfe…

Joachim Graf, ÖDP: dank eines gut ausgebauten ÖPNV mit Stadtbahn, Zusammenwirken von „Regensburg Stern“, neu überplanten Buslinien, Radwegen und Aufenthalts- und Passierplätzen für Fußgänger hat sich der Verkehrsstress minimieren lassen können. Mit dem STADTPASS können auch weniger Betuchte voll am Stadtleben teilnehmen die Grünflächen wurden nicht nur erhalten sondern auch noch erweitert und verknüpft gemeinsamen Anstrengungen ist es gelungen, die Belastungen für die Innenstadt, ihre Besucher und vor allem Bewohner zu minimieren. S. „25 Klare Standpunkte für Regensburg“,(KS) ÖDP-Positionen zum Wahlkampf!

Christian Janele, CSB: Regensburg besitzt ein attraktives Kongressund Kulturzentrum, das mühelos mit Pkw und öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, es gibt ausreichend Wohnraum für alle, auch für die, die weniger Geld zur Verfügung haben, denn die Stadtbau baut bezahlbare Wohnungen auch in der Innenstadt, wo eine kontinuierliche Nachverdichtung erfolgt. Am Stadtrand können Familien günstigen Baugrund erwerben, um sich den Traum von den eigenen vier Wänden zu erfüllen.Das Grau aus der Altstadt ist verschwunden und mehr Grün und attraktive Sitzgelegenheiten sind eingezogen. Alle Busse und der gesamte städtische Fuhrpark sind auf Elektrobetrieb umgerüstet. Die Kleinkunstszene ist wieder erwacht, denn es gibt kleine Veranstaltungsund Proberäume in fast jedem Stadtteil. Rentner und andere mit schmalem Geldbeutel können den ÖPNV preisgünstig, einige sogar kostenlos nutzen, ebenso die kulturellen sowie sportliche Angebote. Die Regensburger sind zufrieden, denn sie werden in bedeutende Entscheidungen mit einbezogen. Die Stadtverwaltung wurde transparenter und deren Dienstleistung noch weiter im Sinne der Bedürfnisse der Bürger ausgeweitet. Alle sind stolz auf das neue Stadion, in dem sich der SSV Jahn einen vorderen Platz in der Ersten Liga erspielt hat. Wenn ich all meine Visionen aufzähle, würde das diesen Rahmen sprengen.

Margit Wild, SPD: Ich stelle mir Regensburg als eine Stadt für alle Menschen vor: junge Familien können preiswert wohnen und finden Betreuungs- und Bildungsangebote für ihre Kinder vor, ältere Menschen können in Würde leben und altern. Ich stelle mir ein Regensburg vor, das grün ist und die Umwelt achtet, eine Stadt, die Fahrrad-freundlich ist. Eine soziale Stadt, die sich um die Schwachen kümmert und eine wirtschaftlich starke Stadt.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Europas Hauptstadt des fairen Handels, energieautark und Deutschlands Spitzenreiter unter den Energie-Einspar-Kommunen

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Regensburg hat einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr mit einer Stadtbahn, ist endlich fahrradfreundlich, hat genügend Kinderbetreuungseinrichtungen und Bildungsangebote, nutzt vermehrt regenerative Energien, CO 2 – und Feinstaubemissionen sind spürbar reduziert, Bäume und viel grün haben einen hohen Stellenwert. Die Bürgerinnen und Bürger werden an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben keinen Platz, es gibt genügend Wohnraum für alle, barrierefrei, bezahlbar und energetisch auf dem neuesten Stand. Naturschutz und Wirtschaft werden endlich als Standortvorteil begriffen.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ökologisch nachhaltig, lebendig wie eh und je, wirtschaftlich erfolgreich und solidarisch zugleich. Mit einem Wort: l(i)ebenswert.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Eine prosperierende Stadt, in der alle Bürgerinnen und Bürger sowohl eine bezahlbare Wohnung als auch eine Arbeitsstelle finden, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Eine weltoffene Stadt, in der sich Alt-und Neubürger wohlfühlen.


Sind sie dafür die Regensburger Energieversorgung ähnlich wie bei den Energiewerken Schönau mehr in Bürgerhand zu bringen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ja! Ich bin dabei und unterstütze die Initiative der BüfA. Energie, Wasser, Bibliotheken, Theater, grüne Flächen, Musikschule, Büsse, Abfallmanagement… gehören alle in Bürgerhand

Joachim Graf, ÖDP:schon lange ÖDP-Plan: zuerst REWAG rekommunalisieren, dann mehr Bürgerbeteiligung

Christian Janele, CSB: Die CSB steht für Bürgerbeteiligung, daher ein klares Ja.

Margit Wild, SPD: Die SPD unterstützt auf sämtlichen politischen Ebenen das Konzept der Genossenschaft. Also: ja.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ja, die dezentrale erneuerbare Energieversorgung ohne die Gängelung durch die großen Energiemultis wäre die richtige Antwort auf die Frage nach der Energiewende.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Grundsätzlich ja

Chrisitan Schlegl, CSU: Mit ist es wichtig, die Quote der Eigenenergieerzeugung bei der REWAG auszubauen und über diesen Weg den Regensburgerinnen und Regensburgern eine günstige Energieversorgung zu ermöglichen.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ja


Würden Sie das Energiekonzept der BüfA (Regensburger Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg) unterstützen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: s.o.

Joachim Graf, ÖDP: tun wir bereits! > „Klare Standpunkte“ (KS) 24

Christian Janele, CSB: Ja, den es entspricht der Linie der CSB, die großen Wert auf die aktive Mitgestaltung durch die Bürger legt.

Margit Wild, SPD: Ja

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Da sind die richtigen Ansätze vorhanden, darauf sollte das Energiekonzept der Stadt aufsatteln.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Als Mitbegründerin der BüfA sind bereits große Teile davon in unserem Kommunalwahlprogramm 2014 enthalten.

Chrisitan Schlegl, CSU: Einige Aspekte sind mir sowieso schon lange wichtig, z.B. mehr regionalen Ökostrom zu erzeugen, am liebsten sogar auf diesem Gebiet autark zu sein. Mit dem Anliegen des Atomausstiegs und dem Umstieg auf erneuerbare Energien rennt man bei mir offene Türen ein. Das vertrete ich auch in meiner Partei offensiv.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Das Energiekonzept der BüfA stellt eine gute Basis dar, auf der man aufbauen kann


Würden Sie eine fahrradfreundlichere Stadt / das Verkehrskonzept des ADFC für Regensburg unterstützen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ja (ich gehöre der ADFC) und ich würde nicht nur das, sondern auch schnell alle Autos aus der Stadt bahnen, die nicht elektrisch sind.

Joachim Graf, ÖDP: Bestandteil des ÖDP-Programms für Regensburg > KS 4+5+6

Christian Janele, CSB: Unbedingt. Zudem meine ich, wir brauchen so schnell wie möglich eine Trasse für Radfahrer von der Donau bis zur Uni.

Margit Wild, SPD: Ja

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir sehen darin die richtigen Weichenstellungen im Verkehrssektor um endlich vom „immer mehr Auto“ wegzukommen. Das Regensburger Stadtgebiet erstreckt sich topographisch über einen Durchmesser von 5 km. Hier bietet sich das Fahrrad / E-Bike in Kombination mit einem städtischen Car-Sharing-Aktionsplan als absolut sinnvolle Ergänzung zum ÖPNV an und sollte in seiner Bedeutung viel stärker geschätzt werden. Der ADFC hat die richtigen Ansätze parat.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Ja. Siehe Kommunalprogramme 2014/2008/2002

Chrisitan Schlegl, CSU: 5 Millionen Euro für Radwege, wie ich es in mein Programm geschrieben habe, ist eine deutliche Aussage. Ich will keinen Kampf Fußgänger gegen Radfahrer gegen Autofahrer, sondern ein Miteinander. Und selbstverständlich wird der Radverkehr noch weiter gefördert.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Die Freien Wähler setzen sich schon seit vielen Jahren für eine fahrradfreundlichere Stadt ein. Unsere Anträge wurden aber bislang alle von der großen Koalition im Stadtrat abgelehnt. Wir werden uns auch weiterhin für die zügige Umsetzung des Radverkehrsplanes einsetzen, der 2012 einstimmig im Stadtrat als Grundlage für die künftige Radverkehrsförderung


Sind Sie für die Einführung des STADTPASSES?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ich bin dafür, doch finde ich, wenn es mit dem hartz4 Einzug gebunden ist, werden diese Leute wieder viele Hürden haben um es zu bekommen. Daher würde ich lieber es einfach für alle Kinder, egal mit welchem Einkommen, geben. Wir könnten einen Fond gründen, in dem freiwillig gezahlt wird.

Christian Janele, CSB: Ja, ich unterstütze das Bürgerbegehren und habe es bereits unterschrieben.

Margit Wild, SPD: Die SPD verfolgt das Konzept der Regensburg Card, das diskriminierungsfrei den einfachen und günstigen Zugang zu ÖPNV, städtischen und kulturellen Einrichtungen ermöglichen soll.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Die ÖDP war von Beginn an Mitglied im Sozialforum, dem heutigen Armutsforum. Wir haben uns intensiv eingebracht bei der Entwicklung des Maßnahmenkatalogs für den Sozialbericht und haben die Einführung des STADTPASS in unserem Kommunalwahlprogramm verankert. Das Bürgerbegehren unterstützen wir und sind Erstunterzeichner. Als Verfechter der direkten Demokratie freuen wir uns über das erste Regensburger Bürgerbegehren zu einem sozialen Thema.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Ja. Für die GRÜNEN von Beginn an im Sozialforum mit an der Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit beteiligt. Sozialticket steht als konkrete Forderung in unserem Kommunalwahlprogramm.

Chrisitan Schlegl, CSU: Politik ist immer eine Prioritätensetzung. Bisher wurde uns vom Sozialreferent Wolbergs gesagt, dass das nicht notwendig ist. Ich begrüße den Bürgerentscheid, weil dadurch eine Klärung einer Sache erfolgt, die sechs Jahre lang im Sozialreferat liegengeblieben ist.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Grundsätzlich ja, aber über die genaue Ausgestaltung kann ich erst nach der Vorlage von belastbaren Zahlen über die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt entscheiden


Können Sie zusagen, keine Wasserprivatisierung zu unterstützen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: s.o. Wasser gehört auf jedem Fall in Bürgerhand

Joachim Graf, ÖDP: KS 14

Christian Janele, CSB: Das kann ich zu 100 Prozent. Wasser muss für alle da sein.

Margit Wild, SPD: Ja

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Natürlich, Wasser ist ein Grundrecht! Wir kämpfen gerade gegen massive Einschränkungen kommunaler Interessen durch das bevorstehende Freihandelsabkommen der EU mit den USA. Nachdem wir im vergangenen Jahr erreichen konnten, dass die CSU das Landesentwicklungsprogramm zum Thema Wasserprivatisierung auf unseren Druck hin umgeschrieben hat, sehen wir im Einsatz gegen das Freihandelsabkommen die nächste Baustelle. Wir lehnen eine Wasserprivatisierung grundsätzlich ab.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Unbedingt

Chrisitan Schlegl, CSU: Ja und eineindeutig.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ja


Würden Sie sich für eine städtische Mitfinanzierung von gemeinwohlorientierten „Bürger-Häusern“ einsetzen?

Konkret gibt es bereits einen Konzeptentwurf für ‚KOMPLEX‚ ein soziales Kulturhaus im Evang. Krankenhaus ab 2017.

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Es wäre gut solche Häuser in jedem Viertel zu haben und nicht nur in der Altstadt

Joachim Graf, ÖDP: s. KS 21

Christian Janele, CSB: Die Idee für ein solches Haus von Bürgern für Bürger halte ich für gut. Der Bereich beim Evangelischen Krankenhaus könnte so belebt werden.

Margit Wild, SPD: Das muss im Einzelfall entschieden werden. Das Projekt KOMPLEX ist vielversprechend, allerdings liegt der Ball bei der EWR.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich finde eine derartige freiwillige Leistung der Stadt nachhaltig sinnvoller eingesetzt als die vielen Millionen für das Prestigeprojekt neues Fußballstadion.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ich bin bereits mit dieser sehr interessanten Bewegung in Kontakt. Ich werde mich ür eine Lösung stark machen. Ich bin überzeugt davon, dass solche Bürger-Begegnungsstätten immer wichtiger werden für das soziale Klima, für kreative Gesellschaftsmitgestaltung und gegen Vereinsamung, gerade auch im Alter.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Grundsätzlich ja


Wie würde ein Kulturzentrum im Gebäude des Evang. Krankenhauses 2017 in Ihrer Vorstellung aussehen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Bunt und international. Mir würde eine Art Treffpunkt aller Nationalitäten, die in Regensburg vertreten sind, mit Einladungen von Künstler aus anderen Städten und Ländern. Auf jedem Fall für die zeitgenössische Kunst. Es gibt ja kaum was hier. Ich würde die Künstler selber das Haus neu zeichnen, ausrüsten…

Joachim Graf, ÖDP: Es wäre mehr ein „Stadtteilzentrum“, offen für Bürgeraktivitäten (ähnl. Solarstadt Pichl/Linz!)

Christian Janele, CSB: Für mich ist ein Bürgerhaus, ein Ort, der von Bürgern für Bürger betrieben wird. Nicht nur kulturell, sondern auch kommerziell z.B. mit Läden.

Margit Wild, SPD: Wie in der Projektskizze vorgeschlagen.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Schauen Sie z. B. nach München, da gibt es seit Jahrzehnten das HEI (Haus der Eigenarbeit) mit Café usw. Auch hiervon könnte man für Regensburg lernen. Mitglieder der ÖDP beschäftigen sich als Erstunterzeichner aktiv mit der Entwicklung des „Komplex“-Projekts.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Ich möchte kein Kulturzentrum in diesem Gebäude, der Stiftungszweck ist ein anderer. Kultureinrichtungen müssen endlich auch in die Stadtviertel und raus aus der Altstadt.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ich habe auch schon mit den Konzepterstellern diskutiert, dass ich mir aufgrund des SichNutzungszwang als Stiftungszweck schwer eine Lösung im evang. KKH vorstellen kann. Und wir diskutieren bereits andere Orte, wo dies leichter realisierbar wäre.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Dazu möchte ich mich derzeit noch nicht äußern.


Welche weiteren Orte für ein derartiges ‚Bürgerhaus‘ gibt es in der Stadt?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: In jedem Viertel sollten die Bürger selber entscheiden, wo es hingehört. Es darf nicht „aufgezwungen“ werden.

Joachim Graf, ÖDP: Burgweinting, Nibelungen-Areal, Leopoldkaserne, Candis u.a.

Christian Janele, CSB: Da gibt es sicherlich noch jede Menge Möglichkeiten.

Margit Wild, SPD: Aktuell keine.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich finde es sinnvoll, auch die einzelnen Stadtteile außerhalb der Altstadt hier in die Überlegungen mit einzubeziehen, z.B. Burgweinting, Nibelungen-Areal, Leopoldkaserne, Candis u.a. Vielleicht könnte auch eine Kooperation mit den Hochschulen angedacht werden.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Marinaquartier, Kasernenviertel

Chrisitan Schlegl, CSU: Sicherlich auf dem Geländer der Leopold-Kaserne, das wir erwerben werden.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Beispielsweise auf dem Gelände der Leopoldkaserne, der Nibelungenkaserne; evtl. Leerstände in Gewerbe,- und Industriegebieten. Lieber mehrere kleinere Projekte in verschiedenen Stadtteilen als ein großes Objekt


Wie schätzen Sie Regensburgs Menschen ein bzl sozialen und integrativen Aspekten?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ich finde Regensburg könnte bunter sein. Die Menschen in Regensburg sind meistens weiter als die, die sie regieren…

Christian Janele, CSB: Ich glaube wir sind da auf einem guten Weg. Da Regensburg noch keine Metropole ist, in der sich die Menschen nicht mehr kennen und sich gegenseitig helfen, gibt es doch recht viele private Anstrengungen im Bereich des konstruktiven Miteinanders. Ich werde mich dafür einsetzen, dass gerade solche Initiativen unterstützt werden.

Margit Wild, SPD: Die Bürgerinnen und Bürger in Regensburg haben ein sehr feines Gespür für soziale Anliegen. Die bestehenden Projekte und Gruppen zeigen deutlich, dass die Regensburger Stadtgesellschaft sozial und integrativ denkt.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich weiß nicht genau, wie die Frage zu verstehen ist. Als ÖDP wollen wir ein sozial gerechtes Regensburg das weltoffen und tolerant neue Mitbürgerinnen und Mitbürger begrüßt.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Überwiegend tolerant und offen für Neues

Chrisitan Schlegl, CSU: Meiner Erfahrung nach sind die Regensburgerinnen und Regensburger sehr offene und soziale Menschen. Es ist sicher eine Mentalitätsfrage, aber auch geschichtlich bedingt, Regensburg war ja als Handelsstadt und Sitz des Immerwährenden Reichstags über Jahrhunderte hinweg ein multikultureller melting pot. Diese Buntheit ist quasi ein Regensburger Lebensgefühl. Weltoffen und Welterbe sozusagen.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ich halte Regensburg für eine weltoffene Stadt, in der Solidarität, Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement keine leeren Worte sondern gelebte Wirklichkeit sind.


Was muss getan werden um die Stadt Energieautarker zu machen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Vieles! Zuerst soll ein Kremium aus Bürger, Spezialisten, Firmen und Denkmalschutz gebildet werden, damit eine Lösung gefunden wird. Es gibt z.B. Sonnenzellen, die in Form von Dachziegel sind. Dann müssen Gelder locker gemacht dafür. Z.B. sowie es für Denkmalschutzgerechte Restaurierung Hilfe gibt, könnte man was ähnliches auf die Beine bringen. Dann ein kommunales Gesetz, nach dem alle neue Häuser mindestens passiv sein sollen. Alle Wohnungen, die für soziale Schwachen vorgesehen sind ,müssen Plus-Häuser sein…

Joachim Graf, ÖDP: s.o.

Christian Janele, CSB: Die Busse des ÖPNV müssen unbedingt auf Elektrobetrieb umgestellt werden, der Fuhrpark der Stadt ebenfalls, zumindest aber auf Gas oder Hybridantrieb. Außerdem sollte der Bioabfall für Biogasanlagen aufbereitet werden. Deren Bau muss genauso gefördert werden, wie andere Initiativen, die Regensburg für die Energiewende stark machen.

Margit Wild, SPD: Einsparpotentiale suchen und wo möglich auf erneuerbare Energien setzen.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir müssen weg von EON. Die Rewag muss wieder ein regionales Unternehmen werden, das den Strom nicht größtenteils an der Börse kauft. Die Strukturen müssen transparenter werden, deshalb mahnen wir immer wieder die Auslagerung in städtische Tochtergesellschaften an. Die Entscheidungen werden damit leider dem unmittelbaren Einflussbereich des direkt gewählten Stadtrates entzogen.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Siehe BüfA Konzept

Chrisitan Schlegl, CSU: Wir müssen die REWAG darin bestärken, noch mehr auf regenerative Energien umzusteigen, gerade solche, die auch regional erzeugt werden können. Sonnenenergie und Blockheizkraftwerke gehören hier dazu.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Erneuerbare Energien besonders die Photovoltaik müssen ausgebaut werden. Zukunftsweisende Anlagen wie Blockheizkraftwerke müssen verstärkt zum Einsatz kommen. Die REWAG muss sich vom Stromhändler zum Stromerzeuger wandeln. Allen voran aber muss die Energieeinsparung forciert werden, d.h. beispielsweise Wärmedämmung, Fahrrad statt Auto etc.


Was halten Sie von einem Bürgerwindrad in Regensburg?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Warum nur eins?

Joachim Graf, ÖDP: Nach neueren Untersuchungen an städtischen Standorten zu wenig windträchtig

Christian Janele, CSB: Ein Windpark wäre mir lieber. Ich jedenfalls halte sehr viel vom Wind als Energielieferant. Und wenn sich die Bürger an solch einer Anlage beteiligen umso besser. Regensburg kann ja leider nur bedingt die Windkraft nutzen.

Margit Wild, SPD: Wenn das die Zustimmung der Bevölkerung erhält, finde ich das gut.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Erneuerbare Energien in Bürgerhand tragen zu dezentralen Lösungen bei. Allerdings ist Regensburg laut Experten nicht der ideale Windstandort. Dennoch unterstützen wir derartige Ideen die zu mehr erneuerbaren Energieprojekten in Bürgerhand beitragen.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Bürgerwindräder sind eine gute Sache um Bürgerinnen und Bürger an der dringend notwendigen Energiewende zu beteiligen. Laut Windatlas und Expertenmeinung ist der Standort Regensburg eher nicht geeignet.

Chrisitan Schlegl, CSU: Grundsätzlich sehr gerne. Ich habe sogar einen Prüfungsantrag für Windräder im Stadtgebiet gestellt. Leider sehen die Experten zu wenig Windpotenzial.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Laut den vorliegenden Gutachten ist ein Windrad in Regensburg mangels genügend Wind nicht wirtschaftlich sinnvoll


Würden Sie sich für die kommunale Mitfinanzierung eines „Bürgerwindrads“ einsetzen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ja!

Christian Janele, CSB: Ja, schließlich sollte die Stadt hier mit gutem Beispiel voran gehen.

Margit Wild, SPD: Ich verweise auf die obige Frage und das Konzept der Genossenschaften. Über Fragen der Mitfinanzierung muss dann im konkreten Fall gesprochen werden.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wenn hierfür ein sinnvolles Konzept vorgelegt wird, freue ich mich auf die Diskussion darüber im Stadtrat und die Aussagen der in diesem Wahlkampf so umweltorientiert wirkenden Konkurrenzparteien.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Bei entsprechend nachgewiesener Eignung, ja

Chrisitan Schlegl, CSU: Das müsste man dann im konkreten Fall sehen. Wenn es für das Bestehen eines solchen Windrads notwendig wäre, würde ich eine Mitfinanzierung durch die REWAG nicht ausschließen. Regenerative Energie ist eine Investition in die Welt von morgen. Seit ich selbst ein Kind habe, sehe ich diesen Aspekt noch stärker.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Grundsätzlich ja


Halten Sie es für möglich z.b. ein Bürgerwindrad allein durch Kleinspenden von den Bürgern selbst, d.h. durch sog. ‚Crowdfunding‘ finanziert werden?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Weiß ich nicht

Christian Janele, CSB: Ja. Mit viel Engagement lässt sich viel bewegen. Einen Versuch ist es allemal wert.

Margit Wild, SPD: Möglich ist das auf jeden Fall. Es gibt viele Beispiele aus anderen Bereichen (Film, Technik) dass das funktioniert. Noch einmal: das Konzept der Bürgerbeteiligung ist als sehr positiv zu werten.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Hier liegt denke ich der Schlüssel in einer breiten Informationskampagne der Bevölkerung.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Halte ich für möglich.

Chrisitan Schlegl, CSU: Wenn Wille und Information auf breiter Basis vorhanden sind, kann so etwas sicher funktionieren. Kontinuierliches Engagement und Verantwortungsbereitschaft gehören auch dazu. Es ist keine rein finanzielle Frage, sondern ist umfassender.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ja


Würden Sie die Einführung von Regionalgeld zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe unterstützen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Auf jedem Fall!

Joachim Graf, ÖDP: Ja: „Donau-Taler“

Christian Janele, CSB: Da müsste man zuerst einmal den Bürgern klar machen, welche Vorteile so eine regionale Währung hat. Ja, sie stärkt die regionale Wirtschaft, ganz besonders die Lebensmittelprodukte aus der Region. Zu den Vorteilen gehören ja u.a. das geringere Transportaufkommen, das die Umwelt entlastet und das Verkehrsaufkommen reduziert. Zudem stärkt diese Währung die individuelle Verantwortung für soziale und regionale Strukturen und macht die Wirtschaftsstruktur des eigenen Umfeldes und die regionalen Kreisläufe bewusster.

Margit Wild, SPD: Nein. Die regionale Wirtschaft kann auch über andere Mittel gestärkt werden, dazu braucht es kein Regionalgeld. Statt eine Zweitwährung einzuführen ist eine deutliche Kennzeichnung regionaler Produkte zielführender.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Nein.Die Unterstützung kann durch Einkauf regionaler Produkte stattfinden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können so zur Stärkung beitragen.

Chrisitan Schlegl, CSU: Das kann ich mir noch nicht so ganz vorstellen, wie das in der Praxis funktionieren soll

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Nein


Was halten Sie von Regionalgeld für die Region? Wie kann es funktionieren?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Einfach beim DonauThaler fragen 😉

Joachim Graf, ÖDP: als eine von 3 Säulen einer post-Wachstumsökonomie à la Prof. Paech

Christian Janele, CSB: Da verweise ich auf meine vorhergehende Antwort. Ich halte die Umsetzung für schwierig.

Margit Wild, SPD: s.o.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: S. oben

Chrisitan Schlegl, CSU: s.o.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ich halte nichts davon, eine „Zweitwährung“ einzuführen.


Könnte Regensburg nach dem Vorbild anderer Städte (Andernach, Kassel) eine „essbare Stadt“ werden?

d.h. dass über das Gartenamt Nutzpflanzen verpflanzt werden und die Bürger bei der Pflege miteinbezogen werden.

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Und ob! Wenn es nach mir ginge, wären alle Pflanzen in Regensburg essbar!

Joachim Graf, ÖDP: Ja

Christian Janele, CSB: Bei Initiativen dieser Art werden spielend und pflanzend Gemeinschaften gebildet und sie lassen zwischen grauem Asphalt und langweiligen Häuserfassaden Grün sprießen, da zudem noch essbar ist. So könnten auch städtisches Ödland mit Hilfe der Bürger grüner werden.

Margit Wild, SPD: Bei solchen Projekten ist es vielleicht sinnvoller, wenn sie in freier Trägerschaft ausgeübt werden. Der Kräutergarten im EBW zeigt, dass so eine Idee funktionieren kann. Wenn die Stadtverwaltung dies übernimmt, wird der Spielraum enger und es prallen Bürgerinteressen auf Verwaltungsvorgaben.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich glaube, dass das eine unterstützenswerte Idee ist. Diese Idee ist eine von vielen auf dem Weg Regensburgs in eine Postwachstumsökonomie und Gemeinwohlgesellschaft.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Urban gardening ist eine unterstützenswerte Idee und deshalb ins Grüne Kommunalwahlprogramm 2014 übernommen.

Chrisitan Schlegl, CSU: Eine interessante Idee!

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Grds. keine schlechte Idee


Welche Orte in der Stadt könnten Ihrer Meinung nach dauerhaft begrünt werden?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Alle hässlichne Gebäude (vertikale Gärten), alle Flachdächer (essbare Dächer, wie in China z.B.), der Donau entlang, sonst überall eigentlich. Wenn es keine Autos mehr gibt, gibt es mehr Platz auf der Straße, da kann man einiges ändern.

Joachim Graf, ÖDP: Man könnte viele in den 60-Jahren überdimensional geplante/gebaute Zufahrtsstraßen auf Normalmaß reduzieren, dafür mehr Begleitgrün

Christian Janele, CSB: Mir fällt da als erstes die Altstadt ein. Auf den meisten Plätzen und in den Straßen überwiegt tristes Grau. Da muss Grün rein. Ich stelle mir z.B. begrünte Ruheinseln mit Sitzgelegenheiten vor. Auch Brachflächen sollten dauerhaft begrünt werden, sofern es sich um kein Bauland handelt. Zusammengefasst: Dort wo zu viel Grau herrscht müssen grüne Areale geschaffen werden.

Margit Wild, SPD: Hier setze ich auf die Kreativität der Bürgerinnen und Bürger.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir wenden uns gegen die schrittweise Zerstörung der Alleen und Parks durch die Salamitaktik. So droht beispielsweise ein massiver Baumkahlschlag durch ein Regensburger Kulturund Kongresszentrum am Enrst-Reuter-Platz. Das grüne Eingangstor zur Altstadt würde verschwinden und durch ein überdimensioniertes Betonhotel ersetzt werden. Unser Standpunkt ist hier klar: mit uns nicht! Vorhandene Grünflächen sollen vielmehr ausgebaut und in einem Grünflächenplan vernetzt werden. Die Baumschutzverordnung muss in ihrer ursprünglichen Fassung wieder hergestellt werden. Sie dient dem Erhalt des wertvollen Grüns im Privatbesitz, damit unsere Natur nicht immer am Ende den Kürzeren gegenüber dem Baugesetzbuch zieht. Wir fordern auch einen Stopp der ungezügelten Flächenversiegelung. Deshalb wollen wir neben dem Haushaltsplan einen jährlichen Stadtratsbericht über die Größe sowohl zugebauter als auch renaturierter Flächen, ergänzt durch einen Ressourcenbericht über die verbrauchte Menge an Rohstoffen wie Strom oder Gas. Einen ungebremsten Flächenfraß an wertvollem Boden wird es mit der Ökologisch-Demokratischen Partei nicht geben, hiergegen erheben wir unsere Stimme. Auch deswegen lehnten wir einen Stadionneubau mit seiner enormen Flächenversiegelung für über 2000 Parkplätze ab.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Dächer und Fassadenbegrünung wäre schön. Die Baumschutzverordnung soll wieder eine Schutzverordnung werden, derzeit leider eher eine Vernichtungsverordnung.

Chrisitan Schlegl, CSU: Hierzu würde ich Bürgervorschläge einholen. Sicherlich müssen wir in den Plätzen und Straßen der Altstadt mehr Grünoasen schaffen.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Das möchte ich der Phantasie der Bürger überlassen


Würden Sie einem Beschluss zur Abstimmung für mehr Grünflächen bzw Aufwertung der vorhandenen Grünflächen zustimmen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: JA!

Joachim Graf, ÖDP: ja

Christian Janele, CSB: Da, wo es, möglich ist auf jeden Fall.

Margit Wild, SPD: Ja.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Selbstverständlich und mit Nachdruck! Zunächst würde ich die alte Baumschutzverordnung wieder einführen und mich intensiv dafür einsetzen, dass so wenig Flächen wie möglich neu versiegelt werden. Eine Aufwertung der vorhandenen Grünflächen trägt entscheidend zum Wohlbefinden unserer BewohnerInnen bei.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Auf jeden Fall. Wir brauchen mehr Grünoasen in der Stadt und insgesamt weniger versiegelte Flächen, die Auswirkungen des Klimawandels fordern ein Umdenken in der Stadtplanung und Gestaltung (Auszug aus Kommunalprogramm 2014). Aktuell ist eher die Vernichtung von vorhandenem Grün zu befürchten, siehe RKK am Ernst Reuter Platz, wird daher abgelehnt.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ja. Ich erwarte aber auch dann die gleiche Unterstützung für die dringend notwendige Nachverdichtung der Bebauung.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ja


Was halten Sie davon Ehrenämter in gemeinnützigen Regensburger Organisationen mit Vergünstigungen oder einer Ehrenamtspauschale städtisch zu fördern?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Warum nicht einen Paß, mit dem sie überall, was städtisch ist, umsonst reinkommen?

Joachim Graf, ÖDP: > KS 9

Christian Janele, CSB: Vergünstigungen sollten eingeführt werden, zumal sie ja auch zum ehrenamtlichen Engagement motivieren.

Margit Wild, SPD: Ich verweise auf das SPD-Konzept der Regensburg Card, hier ist eine Förderung des Ehrenamts inkludiert.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Das Ehrenamt muss weiterhin gestärkt werden. Wir wollen z.B. die Einführung der bayerischen Ehrenamtskarte. Die städtische Verwaltung sollte ein Konzept erarbeiten, wie wir ehrenamtliches Engagement von Seiten der Stadt noch stärker honorieren können. Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Subsidiaritätsprinzip und im Hinblick auf eine Postwachstumsökonomie.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Anerkennung und Förderung von Ehrenamt befürworte ich, z.B. Ehrenamtskarte.

Chrisitan Schlegl, CSU: Wir müssen auf jeden Fall Wege finden, das Ehrenamt noch mehr zu fördern und anzuerkennen. Vergünstigungen für ehrenamtlich Tätige gibt es ja bereits. Aber ich glaube, wir sind da noch nicht am Ende. In einer älter werdenden Gesellschaft leben wir auch zunehmend vom Engagement Ehrenamtlicher. Ich werde dazu über jeden Vorschlag ernsthaft nachdenken.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ehrenamt ist das Rückgrat einer sozialen, lebenswerten Gesellschaft und sollte daher mit allen Mitteln gefördert werden.


Wie kann man Bürger und Bürgerinnen glücklicher und zufriedener machen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: ENSCHLEUNIGEN. Also alles was städtisch an Verwaltung für die Bürger nötig ist, vereinfachen. Damit sie nicht ihre zeit damit verlieren. Sonst, alles was bis jetzt geschrieben wird und ein System beidem die Kneipen, Restaurant…, die live Kultur anbieten KEINE Zeitsperre haben. Viele Orte des Treffens…

Joachim Graf, ÖDP: > KS 25

Christian Janele, CSB: Wenn sie über die Vorgänge im Rathaus informiert und bei wichtigen Entscheidungen mit einbezogen werden. Wenn man ihnen zuhört und sie ernst nimmt. So wie ich das als Oberbürgermeister tun werde.

Margit Wild, SPD: In dem man Strukturen schafft innerhalb derer sich die Bürgerinnen und Bürger möglichst frei bewegen können.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Indem man sie ernst nimmt mit ihren Anliegen und sie in Entscheidungen mit einbezieht.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und bei Entscheidungen, die ihr Lebensumfeld betreffen beteiligen.

Chrisitan Schlegl, CSU: Indem Politik und Verwaltung ihre Anliegen ernst nehmen und sie auf Augenhöhe sehen und im öffentlichen Bereich, auch in der Verwaltung kurze Wege, schnelle Bearbeitungszeiten und Transparenz noch stärker werden.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Indem man ihnen zuhört, ihre Sorgen und Anliegen ernst nimmt und sie in politische Entscheidungen mit einbezieht.


Was halten Sie davon, ein städtisches Amt für Glück und Wohlbefinden einzurichten?

(nach dem Vorbild von Buthan, bzw. dem Ministerium für Glück und Wohlbefinden)

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Nicht viel. Glück kann man nicht erzwingen. Das funktionniert in Buthan, weil dort die Kultur ganz anders ist. Hier würde es m.E. nicht gehen. Den Rahme soll stimmen, aber nicht ein Glück erzwingen.

Joachim Graf, ÖDP: s.o

Christian Janele, CSB: Sie denken da sicher auch an die Kampagne der beiden Mannheimer Studenten im Fach Kommunikationsdesign. Eine gute Anregung in die Richtung: weg vom grenzenlosen Wirtschaftswachstum dahin, wo das Glück der Menschen zählt. Ein eigenes Ministerium benötigt ein solcher Richtungswechsel nicht. Er muss von der Gesellschaft ausgehen.

Margit Wild, SPD: Nein.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Die ÖDP regt seit Jahren an, sich wirtschaftlich nicht nur nach einem BIP nach den Grundsätzen stetigen Wachstumszwangs messen zu lassen.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Nein. Glück und Wohlbefinden können nicht von Amts wegen verordnet werden, gleichwohl ist die Stadt gehalten auf die Gesundheit und Lebensqualität ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu achten. Stichwort Feinstaub, grüne Lunge.

Chrisitan Schlegl, CSU: Interessant, dass Sie danach fragen, denn das Bruttonationalglück, wie es von der Regierung in Buthan ermittelt und angestrebt wird, war eines der Themen in meiner Haushaltsrede. Ich glaube nicht, dass wir dafür ein städtisches Amt brauchen, wenn wir in Politik und Verwaltung oben genannte Kriterien wirklich einhalten und uns zu Herzen nehmen. Aber es braucht tatsächlich ein anderes Kriterium für Wohlstand als nur das Bruttosozialprodukt. Der Mensch ist mehr als nur Ökonomie. Alles, was wir im Leben tun und versuchen, ist doch eine Suche nach dem Glück. Diese Frage geht sowohl ins Praktische als auch ins Philosophische. Letztlich muss den Weg jeder für sich selbst finden, wir in der Politik müssen aber die Rahmenbedingungen dafür schaffen, für uns jetzt und für die zukünftigen Generationen.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Halte ich nicht für sinnvoll


Was halten Sie davon ein Amt für nachhaltige Regionalentwicklung einzurichten?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Gute Idee! Es brauchen Bürgerbeteiligung, Spezialisten…. Alle zusammen arbeiten!

Joachim Graf, ÖDP: Das ist nach ÖDP-Vorstellung eine Aufgabe des Regierungsbezirkes; dafür lieber die „Planungsregionen abschaffen

Christian Janele, CSB: Ich bin zwar gegen eine Überbürokratisierung, was die Frage aufwirft, ob man für alles eine Behörde benötigt. Doch so ein Amt könnte durchaus gute Dienste leisten.

Margit Wild, SPD: So ein Amt in der Stadt Regensburg einzuführen halte ich relativ zwecklos, da Regionalentwicklung über Stadtgrenzen hinaus funktioniert. Hier wäre das Landratsamt oder der Bezirk Oberpfalz der bessere Ansprechpartner.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich glaube dass die städtische Verwaltung sehr kreative und gute Mitarbeiter hat, die mehr Unterstützung und Zuspruch im täglichen Einsatz für eine nachhaltige Regionalentwicklung verdient haben. Dafür möchte ich mich einsetzen.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Nachhaltige Regionalentwicklung sollten viele Ämter im Blick haben und ist eine Querschnittsaufgabe. Ein extra Amt ist deshalb dafür nicht nötig, grundsätzlich sollte die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden intensiviert werden.

Chrisitan Schlegl, CSU: Die Idee ist bedenkenswert, kann aber nur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis verwirklicht werden, nur in dieser Verbindung macht es Sinn. Arbeitskreise dazu gibt es schon mehrere.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, ein solches Amt bei der Stadtverwaltung anzusiedeln. Vielmehr sollte die bislang vernachlässigte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Regensburg erheblich verbessert werden, damit künftig Verkehrsprojekte oder Schulen sinnvoll geplant werden.


Könnten Sie sich vorstellen, die „Messfaktoren für Resilienz“ als besseren Messfaktor für Wohlstand als das BIP zu unterstützen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Euh… Ich bin dafür das BIP abzuschaffen, so einen Unding, aber kommunal?

Joachim Graf, ÖDP: > s. 25. KS für Regensburg

Christian Janele, CSB: Beim Bruttoinlandprodukt steht das materielle Interesse im Vordergrund. Bei den Messfaktoren für Resilienz der Mensch und die Umwelt. Ich glaube auch hier muss sich die Gesellschaft ändern um sich dann neue Vorgaben zu geben.

Margit Wild, SPD: Ohne Regionalwährung ist der Messfaktor nicht anwendbar. Grundsätzlich ist das Konzept des BIP zu hinterfragen, welche Faktoren und Kriterien miteinbezogen und bewertet und gewichtet werden sollen ist allerdings keine leichte Frage. Im Bundestag beschäftigte sich bereits eine Kommission damit, die zu keinem konsensualen Ergebnis kam.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir hätten nicht den Postwachstumswissenschaftler Prof. Dr. Niko Paech in Wahlkampfzeiten zu uns eingeladen um einen Vortrag über das Thema „Menschenwürdig leben ohne ständiges Wirtschaftswachstum“ zu halten, wenn wir dem Thema ablehnend gegenüber stehen würden.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ich bin im Zweifel, ob das ein wirklich geeigneter Parameter für Politiker ist. Allerdings gibt es nicht immer nur ein Entweder-Oder. Resilienz ist ein wichtiger Faktor im Leben jeden einzelnen und in der Gesellschaft. Es ist die Fähigkeit, mit Widerständen, Störungen und Krisen umzugehen. Letztlich entscheidet auch diese Widerstandskraft über Glück und Stabilität, persönlich und in der Gesellschaft.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Das BIP gehört auf den Prüfstand, das Credo Wirtschaftswachstum um jeden Preis ist alles andere als nachhaltig. Die Grünen beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit Wachstumskritik, leider mit wenig Erfolg.


Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach;

die Energiewende;

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Extrem wichtig

Christian Janele, CSB: Die Energiewende ist wichtig, und Regensburg muss sich optimal vorbereiten. Wie, das habe ich schon beantwortet.

Margit Wild, SPD: Die Energiewende ist sehr wichtig

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Die Energiewende ist die Herausforderung und Chance schlechthin. Wenn die immer wiederkehrenden internationalen Klimaschutzkonferenzen die in sie gesetzten Hoffnungen regelmäßig enttäuschen, heißt das umso mehr, dass die kleinen Organisationsstrukturen, seien es Initiativen, Transition-Bewegungen, Verbände oder eben die Kommunen noch mehr voran gehen müssen. Der Planet fragt nicht nach dem WER, sondern nur nach dem WIE und vor allem nach dem WANN. Wann schaffen wir es endlich, entschlossen umzusteuern um die 4° Temperaturanstieg bis zum Ende dieses Jahrhunderts zu verhindern?

Chrisitan Schlegl, CSU: sehr wichtig

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Sehr wichtig


Kulturwende;

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Genauso wichtig

Christian Janele, CSB: Die Kulturwende sollte vor allem wieder die Kleinkunstszene in Regensburg beleben, zudem muss Kultur für alle zugänglich sein, deshalb unterstütze ich z.B: den Stadtpass.

Margit Wild, SPD: Eine Kulturwende halte ich inhaltlich für diffus, das ist eine gesellschaftliche Aufgabe und keine politische.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir wollen eine intensive Stadtteilkultur-Förderung statt vieler zig Millionen städtischer Gelder für ein teures und Natur zerstörendes Kulturund Kongresszentrum samt überdimensioniertem Betonhotel am Ernst-Reuter-Platz.

Chrisitan Schlegl, CSU: wichtig

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Die kommunale Kulturpolitik muss die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Bürger zu unterstützen. Aufgabe kommunaler Kulturpolitik muss es sein, die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Bürger zu unterstützen. Es ist mir daher wichtig, nicht nur die bewährten städtischen Kultureinrichtungen wie etwa seines Theaters zu erhalten sondern auch die alternativen und innovativen privaten Initiativen zu unterstützen


Umweltschutz;

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ist gleichgesetzt mit Energiewende, gehört zusammen, die Energiewende ist Teil des Umweltschutzes

Christian Janele, CSB: Der Umweltschutz in der Stadt ist ebenso wichtig wie die Energiewende. Wobei ich betone, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen.

Margit Wild, SPD: Umweltschutz ist wichtig.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich bin überzeugt davon, dass mehr Rücksicht auf die Altstadtbewohner genommen werden muss. Die Altstadt muss eine lebendige Stadt der Einheimischen aller Altersgruppen und der Familien bleiben oder wieder werden.

Chrisitan Schlegl, CSU: sehr wichtig

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Eine gesunde Umwelt ist kein Selbstzweck, sondern sie sichert und verbessert nachhaltig die Symbiose zwischen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräumen für die Menschen künftiger Generationen.


das Partyleben in Regensburg? Wie schätzen Sie die „Zufriedenheit“ der Nachtwandler in der Altstadt ein?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ich bin der Meinung, wenn es eine Anordnung geben würde, dass überall wo Kultur live gemacht wird, keine Sperrstunden sind, würde die Stadt kulturell bunt sein und so viele Leute würden für die Livekultur kommen, dass die Paar besoffenen keine Rolle mehr spielen würden. Außerdem, wer nicht das hören will muss nicht unbedingt in der Altstadt wohnen…

Joachim Graf, ÖDP: Das „Partyleben der Nachtwandler“ halte ich allerdings für zweitrangig gegenüber dem recht auf Nachtruhe für Bewohnern! (Regensburg ist keine „Titanik“, Motto: Hauptsache die Party geht weiter!)

Christian Janele, CSB: Zum Partyleben in der Stadt kann ich nur sagen: da müssen mehr Angebote für Jugendliche unter 18 Jahren her, zudem sollte die Sperrstunde aufgehoben werden, damit die „Nachtwandler“ weniger auf den Straßen lärmen, weil sie ständig die Lokalitäten wechseln müssen.

Margit Wild, SPD: Wichtig ist ein gutes Miteinander. Partygänger und Altstadtbewohner müssen koexistieren, es ist wichtig einen guten Ausgleich zu finden.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Ich bin überzeugt davon, dass mehr Rücksicht auf die Altstadtbewohner genommen werden muss. Die Altstadt muss eine lebendige Stadt der Einheimischen aller Altersgruppen und der Familien bleiben oder wieder werden.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Energiewende, Umweltschutz sind mir sehr wichtig. Die Altstadt darf nicht nur Partymeile sein, es müssen dort auch noch Leute in Ruhe und Frieden leben können, deshalb sind Kultureinrichtungen auch in den Stadtteilen nötig.

Chrisitan Schlegl, CSU: Die Altstadt ist für alle da und gehört niemand exklusiv. Bewohner und Partygänger müssen aufeinander Rücksicht nehmen. Es geht nur mit einer verantwortungsvollen Koexistenz.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ich bin der Meinung, dass die Altstadt auch künftig mehrere Funktionen erfüllen sollte: Einkaufen, Wohnen und Feiern. Unsre Aufgabe als Stadtrat ist es, dafür zu sorgen, dass das diffizile Gleichgewicht aus allen dreien erhalten bleibt.


Wie formulieren Sie sich in jeweils nur einem Satz; zur aktuellen Lage der Natur; zur aktuellen Lage der Menschheit?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Frei nach Einstein: Die Natur wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen

Joachim Graf, ÖDP: Zum ersten mal in ihrer Geschichte ist die Menschheit in der Lage, ihre eigenen Lebensgrundlagen total zu zerstören.

Christian Janele, CSB: Ich habe nur eine Antwort auf beide Fragen: Achtung vor der Schöpfung!

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Die Natur hat leider noch nicht die Bedeutung in unserer Gesellschaft die ihr eigentlich dringend zukommen müsste. Die Menschheit muss das Problem des Klimawandels endlich so ernst nehmen, dass wir uns selbst immer wieder fragen, was können wir selbst tun um das 2-Grad-Ziel doch noch zu erreichen und unsere Erde für unsere Kinder und Kindeskinder lebenswert zu erhalten.

Chrisitan Schlegl, CSU: Unser Umgang mit Natur und Umwelt ist nicht von der Zukunft der Menschheit zu trennen, deshalb möchte ich den Fokus der Politik hier noch viel mehr darauf lenken.


Wie stehen Sie zu der aktuellen Bundesregierung von Deutschland? Was würden Sie ihr raten?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Energiewende nicht torpedieren!

Joachim Graf, ÖDP: Ablösen, aber leider haben die Wähler/innen diese ja so gewählt! Also: Wähler abschaffen ? :-(

Christian Janele, CSB: Ich will mich nicht anmaßen, der Bundesregierung etwas zu raten. Wichtig ist, dass die Kommunen in ihrem Bemühen um die Bürger gestärkt werden.

Margit Wild, SPD: Die Bundesregierung hat aktuell wichtige Projekte zu verhandeln: Mindestlohn, Energiewende, soziale Sicherungssysteme. Ich wünsche mir eine Umsetzung der sozialdemokratischen Ziele, der Koalitionsvertrag ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Unsere Bürgerschaft muss mehr einbezogen werden, z. B. durch bundesweite Volksbegehren, bei der Energiewende sowie der Auseinandersetzung mit der Postwachstumsökonomie.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Sie versucht gerade die Energiewende zu ruinieren. Klimaschutz ernst nehmen und Bürgerbeteiligung

Chrisitan Schlegl, CSU: Neben Wirtschaft und Sicherheit unbedingt die Themen Umwelt und soziale Gerechtigkeit im Blick behalten und über mehr Bürgerbeteiligung nachdenken.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Mehr Bürgernähe, Reformen statt Reförmchen


Kennen Sie unsere Bürgerbewegung und was halten Sie davon?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Ich finde sie gut und wünsche mir, sie würde „unabhängiger!, Ich meine damit, von der Transitionsbewegung aus Amerika lernen, aber es für hier mehr adaptieren. Ich finde z.b: diese ganze englische Begriffe zum k… Nicht jeder versteht es.

Joachim Graf, ÖDP: Schon lange bekannt und kontaktiert

Christian Janele, CSB: Ich habe mich erst auf Ihrer Homepage schlau machen müssen. Bewegungen, die sich für das Wohl der Menschen und die Umwelt auf friedliche Art und Weise engagieren, befürworte ich.

Margit Wild, SPD: Ich kenne sie und ich schätze sie.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Wir sind im kontinuierlichen Austausch mit der Transition-Bewegung und freuen uns sehr über die vielen Graswurzelbewegungen, die von ihr ausgehen. Regensburg wäre nicht Welterbe ohne die vielen kritischen Bürgerinnen und Bürger die sich seit den sechziger und siebziger Jahren gegen die autogerechte Stadt gestellt haben. Die Transition-Bewegung setzt die konstruktive Bürgerprotestbewegung fort um ein nachhaltiges Regensburg zu kreieren. Von solchen Ideen sollte ein neuer Stadtrat profitieren.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Mir gut bekannt, ich sehe Parallelen zum Agenda 21 Prozess vor ca. 15 – 20 Jahren, dem ich auch angehörte. Viele ihrer Themen waren damals wie heute relevant, deshalb braucht es weiterhin engagierte Bürgerinnen und Bürger, die verändern wollen

Chrisitan Schlegl, CSU: Ja, ich kenne Sie und halte die Transition-Regensburg für wichtig, um die Gesellschaft von unten zu stärken und neue Wege zu gehen. Umwelt und Gesellschaft brauchen einen kreativen inneren Motor, um sich nachhaltig zu entwickeln, nicht nur Gesetze. Ich schätze die Impulse, die von Transition ausgehen, weil sie zum Umdenken anregen.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ich kenne und schätze sie


Wie oft waren Sie zuvor auf unserer Internetseite oder haben eines der vielen Treffen bzw Veranstaltungen besucht?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Treffen wenn ich mal Zeit habe. Homepage mindestens 1x pro Woche.

Joachim Graf, ÖDP: nicht gezählt

Christian Janele, CSB: Ehrlich gesagt, bin ich erst durch Ihr Mail auf Ihre Organisation aufmerksam geworden und war doch sehr positiv überrascht über die vielen guten Aktivitäten.

Margit Wild, SPD: Ich habe ein paar Mal die Homepage besucht. Auf einem Treffen war ich noch nicht.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Leider habe ich bei meinem straffen Zeitplan nicht genügend Kapazität, um regelmäßig an den Treffen und Veranstaltungen teil zu nehmen. Jedoch habe ich bereits an „Regensburg im Wandel“ teilgenommen, urban gardening an den verschiedenen Plätzen in Regensburg besucht und bin gerne Kunde in den Wechselwelten. Auch über die Fair-Trade-Steuerungsgruppe komme ich immer wieder mit Transition in Kontakt.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Immer wieder mal, Kontakt und Austausch besteht.

Chrisitan Schlegl, CSU: Ich kenne Sie aus dem Internet, auf einer Veranstaltung war ich leider noch nicht.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Ich war ein paar mal auf der Internetseite, Treffen habe ich noch keines besucht


Was würden Sie uns, der Bürgerbewegung Transition-Regensburg im Wandel für einen Rat geben?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: s.o.

Joachim Graf, ÖDP: Ameisenarbeit – und viel Geduld …….und nicht für selbstverständlich halten, dass jede/r Kandidat/in die Zeit und Geduld aufbringt, die vorgelegten Fragen bewusst durch zu arbeiten!

Christian Janele, CSB: Machen Sie weiter. Solch vom Idealismus geprägte Netzwerke haben die Chance, dass manch ihrer Ziele in naher Zukunft realisiert werden.

Margit Wild, SPD: Macht euch bemerkbar!

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Nicht verzagen, sich weiter aktiv einmischen, unabhängig bleiben und viele kreative Ideen entwickeln und in die öffentliche Diskussion bringen. Regensburg braucht diese vielfältige Kreativität.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Visionen weiter zulassen und mit viel Beharrlichkeit an der Umsetzung arbeiten, wenn möglich bis ins Rentenalter

Chrisitan Schlegl, CSU: Weiterhin kreativ und unabhängig bleiben, auf Euch aufmerksam machen und hartnäckig sein.


Welche 5 Themenbereiche bzw Gruppen von Transition-Regensburg sprechen Sie am meisten an?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Die Garten in der Altstadt, Hinter dem alten Rathaus, oder bei dem EBW… Es sollte noch mehr sein.

Joachim Graf, ÖDP: s.u.

Christian Janele, CSB: Dass die Transition-Bewegung spielerisch und mit Herz dem materiellen Wachstum mit eigenen Ideen Grenzen setzen will. Dass die Bewegung versucht, lokale Räume krisenfest zu machen und erst einmal einen Anfang macht. Dass weniger geredet, sondern vielmehr gehandelt wird für ein Leben, das Zukunft hat. Positiv z.B. die Begrünung des Obermünsterplatzes mit Aktivitäten der Transition-Gardening Gruppe. Auch die Technologie-Gruppe kann vielleicht einiges bewegen mit ihren Ideen, wie Photovoltaik auf dem Gartenhäuschen und anderen kreativen und umweltfreundlichen Projekten.

Margit Wild, SPD: Wechselwelt, Gardening, Transition-Küche, Reparier’s, Bildung.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Urban gardening, Wechselwelten, Reparier`s, Gemeinsam Wohnen, Energie

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Urban Gardening, Wechselwelten, TransitionKüche, Fair, Energie

Chrisitan Schlegl, CSU: Urban Gardening, Transition-Küche für alle, Wechselwelt, Transport und Mobilität, Regionalwirtschaft

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Gardening, Privates Carsharing, Gemeinsames Wohnen, Teile Deinen Garten, Umsonstladen


Würden Sie uns demnächst persönlich einmal besuchen kommen?

Ilse Arnauld des Lions, Frühlingspartei: Mache ich sowieso

Christian Janele, CSB: Ein Besuch kann durchaus arrangiert werden.

Margit Wild, SPD: Gerne.

Benedikt Suttner, Claudia Spiegel, ÖDP: Die Transition-Town-Aktionen motivieren mich. Ich würde mich freuen, Sie demnächst (außerhalb der ganzen Wahlkampftermine) zu besuchen.

Margit Kunc, B.90/Die Grünen: Persönliche Begegnungen haben bereits stattgefunden, aber immer wieder gerne.

Chrisitan Schlegl, CSU: Gerne.

Ludwig Artinger, Freie Wähler: Gerne, sobald nach dem Wahlkampf wieder Normalität in meinem Tagesablauf eingekehrt ist

Unsere Fragen an Politiker: Ludwig Artinger, Antwort vom OB-Kandidaten der Freien Wähler[edit]

Ludwig Artinger, OB-Kandidat der freien Wähler hat unsere Fragen beantwortet.

Danke für die Stellungnahmen und unseren Lesern viel Spaß beim Lesen!

Wie stellen Sie sich die Stadt in 10 Jahren vor? Ludwig Artinger: Eine prosperierende Stadt, in der alle Bürgerinnen und Bürger sowohl eine bezahlbare Wohnung als auch eine Arbeitsstelle finden, mit der sie ihren Lebensunterhalt bestreiten können. Eine weltoffene Stadt, in der sich Alt-und Neubürger wohlfühlen.


Sind sie dafür die Regensburger Energieversorgung ähnlich wie bei den Energiewerken Schönau mehr in Bürgerhand zu bringen?

Ludwig Artinger: Ja


Würden Sie das Energiekonzept der BüfA (Regensburger Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg) unterstützen?

Ludwig Artinger: Das Energiekonzept der BüfA stellt eine gute Basis dar, auf der man aufbauen kann


Würden Sie eine fahrradfreundlichere Stadt / das Verkehrskonzept des ADFC für Regensburg unterstützen?

Ludwig Artinger: Die Freien Wähler setzen sich schon seit vielen Jahren für eine fahrradfreundlichere Stadt ein. Unsere Anträge wurden aber bislang alle von der großen Koalition im Stadtrat abgelehnt. Wir werden uns auch weiterhin für die zügige Umsetzung des Radverkehrsplanes einsetzen, der 2012 einstimmig im Stadtrat als Grundlage für die künftige Radverkehrsförderung


Sind Sie für die Einführung des STADTPASSES?

Ludwig Artinger: Grundsätzlich ja, aber über die genaue Ausgestaltung kann ich erst nach der Vorlage von belastbaren Zahlen über die finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Haushalt entscheiden


Können Sie zusagen, keine Wasserprivatisierung zu unterstützen?

Ludwig Artinger: Ja


Würden Sie sich für eine städtische Mitfinanzierung von gemeinwohlorientierten „Bürger-Häusern“ einsetzen? Konkret ist ein solches ‚Haus-für-Alle‘ bereits als Konzeptentwurf für das Evang. Krankenhaus zu finden.

Ludwig Artinger: Grundsätzlich ja


Wie würde ein Kulturzentrum im Gebäude des Evang. Krankenhauses 2017 in Ihrer Vorstellung aussehen?

Ludwig Artinger: Dazu möchte ich mich derzeit noch nicht äußern.


Welche weiteren Orte für ein derartiges ‚Bürgerhaus‘ gibt es in der Stadt?

Ludwig Artinger: Beispielsweise auf dem Gelände der Leopoldkaserne, der Nibelungenkaserne; evtl. Leerstände in Gewerbe,- und Industriegebieten. Lieber mehrere kleinere Projekte in verschiedenen Stadtteilen als ein großes Objekt


Wie schätzen Sie Regensburgs Menschen ein bzl sozialen und integrativen Aspekten?

Ludwig Artinger: Ich halte Regensburg für eine weltoffene Stadt, in der Solidarität, Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement keine leeren Worte sondern gelebte Wirklichkeit sind.


Was muss getan werden um die Stadt Energieautarker zu machen?

Ludwig Artinger: Erneuerbare Energien besonders die Photovoltaik müssen ausgebaut werden. Zukunftsweisende Anlagen wie Blockheizkraftwerke müssen verstärkt zum Einsatz kommen. Die REWAG muss sich vom Stromhändler zum Stromerzeuger wandeln. Allen voran aber muss die Energieeinsparung forciert werden, d.h. beispielsweise Wärmedämmung, Fahrrad statt Auto etc.


Was halten Sie von einem Bürgerwindrad in Regensburg?

Ludwig Artinger: Laut den vorliegenden Gutachten ist ein Windrad in Regensburg mangels genügend Wind nicht wirtschaftlich sinnvoll


Würden Sie sich für die kommunale Mitfinanzierung eines „Bürgerwindrads“ einsetzen?

Ludwig Artinger: Grundsätzlich ja


Halten Sie es für möglich z.b. ein Bürgerwindrad allein durch Kleinspenden von den Bürgern selbst, d.h. durch sog. ‚Crowdfunding‘ finanziert werden?

Ludwig Artinger: Ja


Würden Sie die Einführung von Regionalgeld zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe unterstützen?

Ludwig Artinger: Nein


Was halten Sie von Regionalgeld für die Region? Wie kann es funktionieren?

Ludwig Artinger: Ich halte nichts davon, eine „Zweitwährung“ einzuführen.


Könnte Regensburg nach dem Vorbild anderer Städte (Andernach, Kassel) eine „essbare Stadt“ werden? d.h. dass über das Gartenamt Nutzpflanzen verpflanzt werden und die Bürger bei der Pflege miteinbezogen werden.

Ludwig Artinger: Grds. keine schlechte Idee


Welche Orte in der Stadt könnten Ihrer Meinung nach dauerhaft begrünt werden?

Ludwig Artinger: Das möchte ich der Phantasie der Bürger überlassen


Würden Sie einem Beschluss zur Abstimmung für mehr Grünflächen bzw Aufwertung der vorhandenen Grünflächen zustimmen?

Ludwig Artinger: Ja


Was halten Sie davon Ehrenämter in gemeinnützigen Regensburger Organisationen mit Vergünstigungen oder einer Ehrenamtspauschale städtisch zu fördern?

Ludwig Artinger: Ehrenamt ist das Rückgrat einer sozialen, lebenswerten Gesellschaft und sollte daher mit allen Mitteln gefördert werden.


Wie kann man Bürger und Bürgerinnen glücklicher und zufriedener machen?

Ludwig Artinger: Indem man ihnen zuhört, ihre Sorgen und Anliegen ernst nimmt und sie in politische Entscheidungen mit einbezieht.


Was halten Sie davon, ein städtisches Amt für Glück und Wohlbefinden einzurichten? (nach dem Vorbild von Buthan, bzw. dem Ministerium für Glück und Wohlbefinden)

Ludwig Artinger: Halte ich nicht für sinnvoll


Was halten Sie davon ein Amt für nachhaltige Regionalentwicklung einzurichten?

Ludwig Artinger: Es macht meiner Meinung nach keinen Sinn, ein solches Amt bei der Stadtverwaltung anzusiedeln. Vielmehr sollte die bislang vernachlässigte Zusammenarbeit zwischen Stadt und Landkreis Regensburg erheblich verbessert werden, damit künftig Verkehrsprojekte oder Schulen sinnvoll geplant werden.


Könnten Sie sich vorstellen, die „Messfaktoren für Resilienz“ als besseren Messfaktor für Wohlstand als das BIP zu unterstützen?

Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach; die Energiewende;

Ludwig Artinger: Sehr wichtig


Kulturwende;

Ludwig Artinger: Die kommunale Kulturpolitik muss die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Bürger zu unterstützen. Aufgabe kommunaler Kulturpolitik muss es sein, die vielfältigen kulturellen Aktivitäten der Bürger zu unterstützen. Es ist mir daher wichtig, nicht nur die bewährten städtischen Kultureinrichtungen wie etwa seines Theaters zu erhalten sondern auch die alternativen und innovativen privaten Initiativen zu unterstützen


Umweltschutz;

Ludwig Artinger: Eine gesunde Umwelt ist kein Selbstzweck, sondern sie sichert und verbessert nachhaltig die Symbiose zwischen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsräumen für die Menschen künftiger Generationen.


das Partyleben in Regensburg? Wie schätzen Sie die „Zufriedenheit“ der Nachtwandler in der Altstadt ein?

Ludwig Artinger: Ich bin der Meinung, dass die Altstadt auch künftig mehrere Funktionen erfüllen sollte: Einkaufen, Wohnen und Feiern. Unsre Aufgabe als Stadtrat ist es, dafür zu sorgen, dass das diffizile Gleichgewicht aus allen dreien erhalten bleibt.


Wie formulieren Sie sich in jeweils nur einem Satz; zur aktuellen Lage der Natur; zur aktuellen Lage der Menschheit?


Wie stehen Sie zu der aktuellen Bundesregierung von Deutschland? Was würden Sie ihr raten?

Ludwig Artinger: Mehr Bürgernähe, Reformen statt Reförmchen


Kennen Sie unsere Bürgerbewegung und was halten Sie davon?

Ludwig Artinger: Ich kenne und schätze sie


Wie oft waren Sie zuvor auf unserer Internetseite oder haben eines der vielen Treffen bzw Veranstaltungen besucht?

Ludwig Artinger: Ich war ein paar mal auf der Internetseite, Treffen habe ich noch keines besucht


Was würden Sie uns, der Bürgerbewegung Transition-Regensburg im Wandel für einen Rat geben?


Welche 5 Themenbereiche bzw Gruppen von Transition-Regensburg sprechen Sie am meisten an?

Ludwig Artinger: Gardening, Privates Carsharing, Gemeinsames Wohnen, Teile Deinen Garten, Umsonstladen


Würden Sie uns demnächst persönlich einmal besuchen kommen

Ludwig Artinger: Gerne, sobald nach dem Wahlkampf wieder Normalität in meinem Tagesablauf eingekehrt ist

Unsere Fragen an Politiker: Antworten von Christian Schlegl, OB-Kanditat der CSU[edit]

Christian Schlegl Oberbürgermeisterkanditat der CSU und Fraktionsvorsitzender hat zu unseren Fragen Stellung bezogen.

Vielen Dank für die Antworten und unseren Lesern viel Spaß!


Wie stellen Sie sich die Stadt in 10 Jahren vor?

Chrisitan Schlegl: Ökologisch nachhaltig, lebendig wie eh und je, wirtschaftlich erfolgreich und solidarisch zugleich. Mit einem Wort: l(i)ebenswert.


Sind sie dafür die Regensburger Energieversorgung ähnlich wie bei den Energiewerken Schönau mehr in Bürgerhand zu bringen?

Chrisitan Schlegl: Mit ist es wichtig, die Quote der Eigenenergieerzeugung bei der REWAG auszubauen und über diesen Weg den Regensburgerinnen und Regensburgern eine günstige Energieversorgung zu ermöglichen.


Würden Sie das Energiekonzept der BüfA (Regensburger Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg) unterstützen?

Chrisitan Schlegl: Einige Aspekte sind mir sowieso schon lange wichtig, z.B. mehr regionalen Ökostrom zu erzeugen, am liebsten sogar auf diesem Gebiet autark zu sein. Mit dem Anliegen des Atomausstiegs und dem Umstieg auf erneuerbare Energien rennt man bei mir offene Türen ein. Das vertrete ich auch in meiner Partei offensiv.


Würden Sie eine fahrradfreundlichere Stadt / das Verkehrskonzept des ADFC für Regensburg unterstützen?

Chrisitan Schlegl: 5 Millionen Euro für Radwege, wie ich es in mein Programm geschrieben habe, ist eine deutliche Aussage. Ich will keinen Kampf Fußgänger gegen Radfahrer gegen Autofahrer, sondern ein Miteinander. Und selbstverständlich wird der Radverkehr noch weiter gefördert.


Sind Sie für die Einführung des STADTPASSES?

Chrisitan Schlegl: Politik ist immer eine Prioritätensetzung. Bisher wurde uns vom Sozialreferent Wolbergs gesagt, dass das nicht notwendig ist. Ich begrüße den Bürgerentscheid, weil dadurch eine Klärung einer Sache erfolgt, die sechs Jahre lang im Sozialreferat liegengeblieben ist.


Können Sie zusagen, keine Wasserprivatisierung zu unterstützen?

Chrisitan Schlegl: Ja und eineindeutig.


Würden Sie sich für eine städtische Mitfinanzierung von gemeinwohlorientierten „Bürger-Häusern“ einsetzen? Konkret ist ein solches ‚Haus-für-Alle‘ bereits als Konzeptentwurf für das Evang. Krankenhaus zu finden.

Chrisitan Schlegl: Ich bin bereits mit dieser sehr interessanten Bewegung in Kontakt. Ich werde mich ür eine Lösung stark machen. Ich bin überzeugt davon, dass solche Bürger-Begegnungsstätten immer wichtiger werden für das soziale Klima, für kreative Gesellschaftsmitgestaltung und gegen Vereinsamung, gerade auch im Alter.


Wie würde ein Kulturzentrum im Gebäude des Evang. Krankenhauses 2017 in Ihrer Vorstellung aussehen?

Chrisitan Schlegl: Ich habe auch schon mit den Konzepterstellern diskutiert, dass ich mir aufgrund des SichNutzungszwang als Stiftungszweck schwer eine Lösung im evang. KKH vorstellen kann. Und wir diskutieren bereits andere Orte, wo dies leichter realisierbar wäre.


Welche weiteren Orte für ein derartiges ‚Bürgerhaus‘ gibt es in der Stadt?

Chrisitan Schlegl: Sicherlich auf dem Geländer der Leopold-Kaserne, das wir erwerben werden.


Wie schätzen Sie Regensburgs Menschen ein bzl sozialen und integrativen Aspekten?

Chrisitan Schlegl: Meiner Erfahrung nach sind die Regensburgerinnen und Regensburger sehr offene und soziale Menschen. Es ist sicher eine Mentalitätsfrage, aber auch geschichtlich bedingt, Regensburg war ja als Handelsstadt und Sitz des Immerwährenden Reichstags über Jahrhunderte hinweg ein multikultureller melting pot. Diese Buntheit ist quasi ein Regensburger Lebensgefühl. Weltoffen und Welterbe sozusagen.


Was muss getan werden um die Stadt Energieautarker zu machen?

Chrisitan Schlegl: Wir müssen die REWAG darin bestärken, noch mehr auf regenerative Energien umzusteigen, gerade solche, die auch regional erzeugt werden können. Sonnenenergie und Blockheizkraftwerke gehören hier dazu.


Was halten Sie von einem Bürgerwindrad in Regensburg?

Chrisitan Schlegl: Grundsätzlich sehr gerne. Ich habe sogar einen Prüfungsantrag für Windräder im Stadtgebiet gestellt. Leider sehen die Experten zu wenig Windpotenzial.


Würden Sie sich für die kommunale Mitfinanzierung eines „Bürgerwindrads“ einsetzen?

Chrisitan Schlegl: Das müsste man dann im konkreten Fall sehen. Wenn es für das Bestehen eines solchen Windrads notwendig wäre, würde ich eine Mitfinanzierung durch die REWAG nicht ausschließen. Regenerative Energie ist eine Investition in die Welt von morgen. Seit ich selbst ein Kind habe, sehe ich diesen Aspekt noch stärker.


Halten Sie es für möglich z.b. ein Bürgerwindrad allein durch Kleinspenden von den Bürgern selbst, d.h. durch sog. ‚Crowdfunding‘ finanziert werden?

Chrisitan Schlegl: Wenn Wille und Information auf breiter Basis vorhanden sind, kann so etwas sicher funktionieren. Kontinuierliches Engagement und Verantwortungsbereitschaft gehören auch dazu. Es ist keine rein finanzielle Frage, sondern ist umfassender.


Würden Sie die Einführung von Regionalgeld zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe unterstützen?

Chrisitan Schlegl: Das kann ich mir noch nicht so ganz vorstellen, wie das in der Praxis funktionieren soll


Was halten Sie von Regionalgeld für die Region? Wie kann es funktionieren?

Chrisitan Schlegl: s.o.


Könnte Regensburg nach dem Vorbild anderer Städte (Andernach, Kassel) eine „essbare Stadt“ werden? D.h. dass über das Gartenamt Nutzpflanzen verpflanzt werden und die Bürger bei der Pflege miteinbezogen werden.

Chrisitan Schlegl: Eine interessante Idee!


Welche Orte in der Stadt könnten Ihrer Meinung nach dauerhaft begrünt werden?

Chrisitan Schlegl: Hierzu würde ich Bürgervorschläge einholen. Sicherlich müssen wir in den Plätzen und Straßen der Altstadt mehr Grünoasen schaffen.


Würden Sie einem Beschluss zur Abstimmung für mehr Grünflächen bzw Aufwertung der vorhandenen Grünflächen zustimmen?

Chrisitan Schlegl: Ja. Ich erwarte aber auch dann die gleiche Unterstützung für die dringend notwendige Nachverdichtung der Bebauung.


Was halten Sie davon Ehrenämter in gemeinnützigen Regensburger Organisationen mit Vergünstigungen oder einer Ehrenamtspauschale städtisch zu fördern?

Chrisitan Schlegl: Wir müssen auf jeden Fall Wege finden, das Ehrenamt noch mehr zu fördern und anzuerkennen. Vergünstigungen für ehrenamtlich Tätige gibt es ja bereits. Aber ich glaube, wir sind da noch nicht am Ende. In einer älter werdenden Gesellschaft leben wir auch zunehmend vom Engagement Ehrenamtlicher. Ich werde dazu über jeden Vorschlag ernsthaft nachdenken.


Wie kann man Bürger und Bürgerinnen glücklicher und zufriedener machen?

Chrisitan Schlegl: Indem Politik und Verwaltung ihre Anliegen ernst nehmen und sie auf Augenhöhe sehen und im öffentlichen Bereich, auch in der Verwaltung kurze Wege, schnelle Bearbeitungszeiten und Transparenz noch stärker werden.


Was halten Sie davon, ein städtisches Amt für Glück und Wohlbefinden einzurichten? (nach dem Vorbild von Buthan, bzw. dem Ministerium für Glück und Wohlbefinden)

Chrisitan Schlegl: Interessant, dass Sie danach fragen, denn das Bruttonationalglück, wie es von der Regierung in Buthan ermittelt und angestrebt wird, war eines der Themen in meiner Haushaltsrede. Ich glaube nicht, dass wir dafür ein städtisches Amt brauchen, wenn wir in Politik und Verwaltung oben genannte Kriterien wirklich einhalten und uns zu Herzen nehmen. Aber es braucht tatsächlich ein anderes Kriterium für Wohlstand als nur das Bruttosozialprodukt. Der Mensch ist mehr als nur Ökonomie. Alles, was wir im Leben tun und versuchen, ist doch eine Suche nach dem Glück. Diese Frage geht sowohl ins Praktische als auch ins Philosophische. Letztlich muss den Weg jeder für sich selbst finden, wir in der Politik müssen aber die Rahmenbedingungen dafür schaffen, für uns jetzt und für die zukünftigen Generationen.


Was halten Sie davon ein Amt für nachhaltige Regionalentwicklung einzurichten?

Chrisitan Schlegl: Die Idee ist bedenkenswert, kann aber nur in Zusammenarbeit mit dem Landkreis verwirklicht werden, nur in dieser Verbindung macht es Sinn. Arbeitskreise dazu gibt es schon mehrere.


Könnten Sie sich vorstellen, die „Messfaktoren für Resilienz“ als besseren Messfaktor für Wohlstand als das BIP zu unterstützen?

Chrisitan Schlegl: Ich bin im Zweifel, ob das ein wirklich geeigneter Parameter für Politiker ist. Allerdings gibt es nicht immer nur ein Entweder-Oder. Resilienz ist ein wichtiger Faktor im Leben jeden einzelnen und in der Gesellschaft. Es ist die Fähigkeit, mit Widerständen, Störungen und Krisen umzugehen. Letztlich entscheidet auch diese Widerstandskraft über Glück und Stabilität, persönlich und in der Gesellschaft.


Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach

– die Energiewende; Chrisitan Schlegl: sehr wichtig

– Kulturwende; Chrisitan Schlegl: wichtig

– Umweltschutz; Chrisitan Schlegl: sehr wichtig

– das Partyleben in Regensburg? Wie schätzen Sie die „Zufriedenheit“ der Nachtwandler in der Altstadt ein?

Chrisitan Schlegl: Die Altstadt ist für alle da und gehört niemand exklusiv. Bewohner und Partygänger müssen aufeinander Rücksicht nehmen. Es geht nur mit einer verantwortungsvollen Koexistenz.


Wie formulieren Sie sich in jeweils nur einem Satz; zur aktuellen Lage der Natur; zur aktuellen Lage der Menschheit?

Chrisitan Schlegl: Unser Umgang mit Natur und Umwelt ist nicht von der Zukunft der Menschheit zu trennen, deshalb möchte ich den Fokus der Politik hier noch viel mehr darauf lenken.


Wie stehen Sie zu der aktuellen Bundesregierung von Deutschland? Was würden Sie ihr raten?

Chrisitan Schlegl: Neben Wirtschaft und Sicherheit unbedingt die Themen Umwelt und soziale Gerechtigkeit im Blick behalten und über mehr Bürgerbeteiligung nachdenken.


Kennen Sie unsere Bürgerbewegung und was halten Sie davon?

Chrisitan Schlegl: Ja, ich kenne Sie und halte die Transition-Regensburg für wichtig, um die Gesellschaft von unten zu stärken und neue Wege zu gehen. Umwelt und Gesellschaft brauchen einen kreativen inneren Motor, um sich nachhaltig zu entwickeln, nicht nur Gesetze. Ich schätze die Impulse, die von Transition ausgehen, weil sie zum Umdenken anregen.


Wie oft waren Sie zuvor auf unserer Internetseite oder haben eines der vielen Treffen bzw Veranstaltungen besucht?

Chrisitan Schlegl: Ich kenne Sie aus dem Internet, auf einer Veranstaltung war ich leider noch nicht.


Was würden Sie uns, der Bürgerbewegung Transition-Regensburg im Wandel für einen Rat geben?

Chrisitan Schlegl: Weiterhin kreativ und unabhängig bleiben, auf Euch aufmerksam machen und hartnäckig sein.


Welche 5 Themenbereiche bzw Gruppen von Transition-Regensburg sprechen Sie am meisten an?

Chrisitan Schlegl: Urban Gardening, Transition-Küche für alle, Wechselwelt, Transport und Mobilität, Regionalwirtschaft


Würden Sie uns demnächst persönlich einmal besuchen kommen?

Chrisitan Schlegl: Gerne.

Unsere Fragen an Politiker – Margit Kunc, Stadträtin B.90/Die Grünen hat geantwortet[edit]

Auch die Grünen haben Stellung zu unseren Fragen genommen. Genauer gesagt hat Margit Kunc stellvertretend für Ihre Partei geantwortet. Sie ist im Regensburger Stadtrat und hat mir ihren Antworten auch auf das Kommunalwahl-Programm der Grünen Bezug genommen.

Vielen Dank für die Antworten und unseren Lesern viel Spaß!


Wie stellen Sie sich die Stadt in 10 Jahren vor?

Margit Kunc: Regensburg hat einen gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehr mit einer Stadtbahn, ist endlich fahrradfreundlich, hat genügend Kinderbetreuungseinrichtungen und Bildungsangebote, nutzt vermehrt regenerative Energien, CO 2 – und Feinstaubemissionen sind spürbar reduziert, Bäume und viel grün haben einen hohen Stellenwert. Die Bürgerinnen und Bürger werden an politischen Entscheidungsprozessen beteiligt, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben keinen Platz, es gibt genügend Wohnraum für alle, barrierefrei, bezahlbar und energetisch auf dem neuesten Stand. Naturschutz und Wirtschaft werden endlich als Standortvorteil begriffen.


Sind sie dafür die Regensburger Energieversorgung ähnlich wie bei den Energiewerken Schönau mehr in Bürgerhand zu bringen?

Margit Kunc: Grundsätzlich ja


Würden Sie das Energiekonzept der BüfA (Regensburger Bündnis für erneuerbare Energien und Atomausstieg) unterstützen?

Margit Kunc: Als Mitbegründerin der BüfA sind bereits große Teile davon in unserem Kommunalwahlprogramm 2014 enthalten.


Würden Sie eine fahrradfreundlichere Stadt / das Verkehrskonzept des ADFC für Regensburg unterstützen?

Margit Kunc: Ja. Siehe Kommunalprogramme 2014/2008/2002


Sind Sie für die Einführung des STADTPASSES?

Margit Kunc: Ja. Für die GRÜNEN von Beginn an im Sozialforum mit an der Entwicklung und Öffentlichkeitsarbeit beteiligt.

Sozialticket steht als konkrete Forderung in unserem Kommunalwahlprogramm.


Können Sie zusagen, keine Wasserprivatisierung zu unterstützen?

Margit Kunc: Unbedingt


Würden Sie sich für eine städtische Mitfinanzierung von gemeinwohlorientierten „Bürger-Häusern“ einsetzen?

Konkret gibt es bereits einen Konzeptentwurf für ‚KOMPLEX‚ ein soziales Kulturhaus im Evang. Krankenhaus ab 2017.


Wie würde ein Kulturzentrum im Gebäude des Evang. Krankenhauses 2017 in Ihrer Vorstellung aussehen?

Margit Kunc: Ich möchte kein Kulturzentrum in diesem Gebäude, der Stiftungszweck ist ein anderer. Kultureinrichtungen müssen endlich auch in die Stadtviertel und raus aus der Altstadt.


Welche weiteren Orte für ein derartiges ‚Bürgerhaus‘ gibt es in der Stadt?

Margit Kunc: Marinaquartier, Kasernenviertel


Wie schätzen Sie Regensburgs Menschen ein bzl sozialen und integrativen Aspekten?

Margit Kunc: Überwiegend tolerant und offen für Neues


Was muss getan werden um die Stadt Energieautarker zu machen?

Margit Kunc: Siehe BüfA Konzept


Was halten Sie von einem Bürgerwindrad in Regensburg?

Margit Kunc: Bürgerwindräder sind eine gute Sache um Bürgerinnen und Bürger an der dringend notwendigen Energiewende zu beteiligen. Laut Windatlas und Expertenmeinung ist der Standort Regensburg eher nicht geeignet.


Würden Sie sich für die kommunale Mitfinanzierung eines „Bürgerwindrads“ einsetzen?

Margit Kunc: Bei entsprechend nachgewiesener Eignung, ja


Halten Sie es für möglich z.b. ein Bürgerwindrad allein durch Kleinspenden von den Bürgern selbst, d.h. durch sog. ‚Crowdfunding‘ finanziert werden?

Margit Kunc: Halte ich für möglich.


Würden Sie die Einführung von Regionalgeld zur Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe unterstützen?

Margit Kunc: Nein.Die Unterstützung kann durch Einkauf regionaler Produkte stattfinden. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können so zur Stärkung beitragen.


Was halten Sie von Regionalgeld für die Region? Wie kann es funktionieren?

Margit Kunc: S. oben


Könnte Regensburg nach dem Vorbild anderer Städte (Andernach, Kassel) eine „essbare Stadt“ werden?

d.h. dass über das Gartenamt Nutzpflanzen verpflanzt werden und die Bürger bei der Pflege miteinbezogen werden.

Margit Kunc: Urban gardening ist eine unterstützenswerte Idee und deshalb ins Grüne Kommunalwahlprogramm 2014 übernommen.


Welche Orte in der Stadt könnten Ihrer Meinung nach dauerhaft begrünt werden?

Margit Kunc: Dächer und Fassadenbegrünung wäre schön. Die Baumschutzverordnung soll wieder eine Schutzverordnung werden, derzeit leider eher eine Vernichtungsverordnung.


Würden Sie einem Beschluss zur Abstimmung für mehr Grünflächen bzw Aufwertung der vorhandenen Grünflächen zustimmen?

Margit Kunc: Auf jeden Fall. Wir brauchen mehr Grünoasen in der Stadt und insgesamt weniger versiegelte Flächen, die Auswirkungen des Klimawandels fordern ein Umdenken in der Stadtplanung und Gestaltung (Auszug aus Kommunalprogramm 2014)

Aktuell ist eher die Vernichtung von vorhandenem Grün zu befürchten, siehe RKK am Ernst Reuter Platz, wird daher abgelehnt.


Was halten Sie davon Ehrenämter in gemeinnützigen Regensburger Organisationen mit Vergünstigungen oder einer Ehrenamtspauschale städtisch zu fördern?

Margit Kunc: Anerkennung und Förderung von Ehrenamt befürworte ich, z.B. Ehrenamtskarte.


Wie kann man Bürger und Bürgerinnen glücklicher und zufriedener machen?

Margit Kunc: Die natürlichen Lebensgrundlagen erhalten und bei Entscheidungen, die ihr Lebensumfeld betreffen beteiligen.


Was halten Sie davon, ein städtisches Amt für Glück und Wohlbefinden einzurichten?

(nach dem Vorbild von Buthan, bzw. dem Ministerium für Glück und Wohlbefinden)

Margit Kunc: Nein. Glück und Wohlbefinden können nicht von Amts wegen verordnet werden, gleichwohl ist die Stadt gehalten auf die Gesundheit und Lebensqualität ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu achten. Stichwort Feinstaub, grüne Lunge.


Was halten Sie davon ein Amt für nachhaltige Regionalentwicklung einzurichten?

Margit Kunc: Nachhaltige Regionalentwicklung sollten viele Ämter im Blick haben und ist eine Querschnittsaufgabe. Ein extra Amt ist deshalb dafür nicht nötig, grundsätzlich sollte die Zusammenarbeit mit den Umlandgemeinden intensiviert werden.


Könnten Sie sich vorstellen, die „Messfaktoren für Resilienz“ als besseren Messfaktor für Wohlstand als das BIP zu unterstützen?

Margit Kunc: Das BIP gehört auf den Prüfstand, das Credo Wirtschaftswachstum um jeden Preis ist alles andere als nachhaltig. Die Grünen beschäftigen sich schon seit langer Zeit mit Wachstumskritik, leider mit wenig Erfolg.


Wie wichtig ist Ihrer Meinung nach;

die Energiewende;

Kulturwende;

Umweltschutz;

das Partyleben in Regensburg? Wie schätzen Sie die „Zufriedenheit“ der Nachtwandler in der Altstadt ein?

Margit Kunc: Energiewende, Umweltschutz sind mir sehr wichtig. Die Altstadt darf nicht nur Partymeile sein, es müssen dort auch noch Leute in Ruhe und Frieden leben können, deshalb sind Kultureinrichtungen auch in den Stadtteilen nötig.


Wie formulieren Sie sich in jeweils nur einem Satz; zur aktuellen Lage der Natur; zur aktuellen Lage der Menschheit?


Wie stehen Sie zu der aktuellen Bundesregierung von Deutschland? Was würden Sie ihr raten?

Margit Kunc: Sie versucht gerade die Energiewende zu ruinieren. Klimaschutz ernst nehmen und Bürgerbeteiligung


Kennen Sie unsere Bürgerbewegung und was halten Sie davon?

Margit Kunc: Mir gut bekannt, ich sehe Parallelen zum Agenda 21 Prozess vor ca. 15 – 20 Jahren, dem ich auch angehörte. Viele ihrer Themen waren damals wie heute relevant, deshalb braucht es weiterhin engagierte Bürgerinnen und Bürger, die verändern wollen


Wie oft waren Sie zuvor auf unserer Internetseite oder haben eines der vielen Treffen bzw Veranstaltungen besucht?

Margit Kunc: Immer wieder mal, Kontakt und Austausch besteht.


Was würden Sie uns, der Bürgerbewegung Transition-Regensburg im Wandel für einen Rat geben?

Margit Kunc: Visionen weiter zulassen und mit viel Beharrlichkeit an der Umsetzung arbeiten, wenn möglich bis ins Rentenalter


Welche 5 Themenbereiche bzw Gruppen von Transition-Regensburg sprechen Sie am meisten an?

Margit Kunc: Urban Gardening, Wechselwelten, TransitionKüche, Fair, Energie


Würden Sie uns demnächst persönlich einmal besuchen kommen?

Margit Kunc: Persönliche Begegnungen haben bereits stattgefunden, aber immer wieder gerne.

Besuch der Transition Initiative Würzburg[edit]

m 23.02. hat uns eine nette Gruppe aus Würzburg besucht, die gerade dabei sind, Transition in ihrer Stadt zu starten.

Hier ein kurzer Bericht:

„Vielen Dank für den Stadtrundgang durch Regensburg und die vielen Informationen rund um die Gründung einer Transition Town – Bewegung. Wir haben begeistert eure Anregungen aufgenommen und bereits Ideen weiterentwickelt. Letzten Sonntag hatten wir ein sehr konstruktives Treffen mit 14 engagierten Leuten, die gemeinsam Transition Würzburg aufziehen wollen. Wir haben uns für ein langsames Aufbauen der Bewegung entschlossen, über unsere Zielsetzungen, eine eigene Homepage sowie ein Logo diskutiert und planen für den Sommer eine größere Informationsveranstaltung mit dem Film „Voices of Transition“ im Programmkino in Würzburg.

Mit großer Vorfreude blicken wir dem spannenden Prozess des Aufbaus von Transition Würzburg – Stadt im Wandel entgegen.“